Wenns mal wieder laenger dauert...
Gott, ich fand die Snickers-Werbungen mit dem Slogan soviel besser als die Neuen... (sorry, jetzt hab ich das lustige Titel-raten versaut... aber keine Sorge, ich machs nachher wieder gut).
Wie dem auch sei: Stellt euch schon mal drauf ein, dass das hier was laenger dauert. Holt euch ein Snickers oder nehmt den Laptop mit aufs Klo oder in die Kueche oder ins Bett oder...
Zu einem guten Urlaub gehoert im Allgemeinen nicht viel.
Man braucht mindestens zwei Leute, wenn man nicht gerade hyper-kontaktfreudig oder ein absoluter Misanthrop ist, ein bisschen Geld (muss nicht unbedingt viel sein), moeglichst gutes Wetter und gute Laune. Reicht eigentlich. Bisschen Essen ab und an ist natuerlich auch ne gute Sache, aber man kann durchaus zwei Wochen lang nur von Instant Nudeln leben (was ja bereits hinreichend von mir getestet und bewiesen wurde).
Ansonsten bin ich ja ein grosser Fan davon, einfach irgendwo hinzufahren und zu sehen, was der Tag so bringt. Das ein oder andere vorher zu planen schadet dabei natuerlich nicht, man muss sich ja schon irgendwo informieren, was einem so an Beschaeftigung zur Auswahl steht, aber ich finde es sinnlos, jede Uebernachtung im Voraus zu buchen und sich damit komplett unflexibel zu machen.
Das Abenteuer Abel Tasman startete deswegen wohl auch etwas langsamer und gewohnt chaotisch, aber irgendwie haben Natalie und ich (eigentlich eher Natalie) es dann doch geschafft, ein paar Huetten im Nationalpark vorab zu buchen (muss man machen, wenn man den ganzen Walk macht und im Park uebernachtet). Auch ein halbwegs preiswerter Bus nach Nelson war relativ schnell gefunden (55$ glaube ich, die Busse sind hier teurer als in Irland, dafuer kann man aber fuer 20$ die Nacht in den Backpacker Unterkuenften schlafen) und so machten wir uns am Dienstag, den 26. September, viel zu frueh morgens, auf ins Ungewisse.
Nach einer Uebernachtung in Nelson (im wundervollen Tasman Bay Backpackers) ging es am naechsten Morgen weiter nach Marahua, unserem Startpunkt fuer den Coastal Track.
Und was fuer ein Track! Wir waren insgesamt vier Tage unterwegs und haben drei Naechte in verschiedenen Huetten im Nationalpark verbracht. Nicht gerade komfortabel, muss ich sagen. Aber niemand hat gesagt, dass es leicht sein wuerde.
Der Track ging ueber Anchorage Bay (ca. 3-4 Stunden Laufzeit am ersten Tag und Uebernachtung in der Anchorage Hut), Bark Bay (2.5 Stunden von Anchorage, dort gibt es auch eine Huette, aber die hatten wir nicht gebucht), Awaroa (8 Stunden Laufzeit am zweiten Tag; gluecklicherweise gibt es 20 Minuten vor der Awaroa Hut eine Lodge fuer die etwas betuchteren Wanderer, wo wir uns erstmal ein wohlverdientes kuehles Bier gegoennt haben... ich hatte noch nie ein Bier, was sooo gut geschmeckt hat <3), diverse kleinere Straende und schliesslich nach Whariwharangi (offiziell 4.5-5 Stunden Laufzeit ab Awaroa - wir haben 7 gebraucht und die letzte Stunde war wirklich toedlich!), wo wir unsere letzte Nacht ganz alleine in einer Huette verbrachten. Naja, nicht ganz alleine, da es anscheinend Maeuse gab und Natalie mich um 5h morgens aufgeweckt hat, um mir mitzuteilen, dass eben jene Maeuse gerade dabei waren, unser Gepaeck anzuknabbern… aber da machste nichts, also hab ich gleich mal friedlich weiter gepennt und am naechsten Morgen konnten wir dann auch keinen Schaden an den Rucksaecken feststellen. Dafuer waren die Kruemel, die uns beim Essen auf den Boden gefallen waren, samt und sonders verschwunden.
Aber es hatte auch Vorteile, die Huette fuer uns zu haben. So konnten wir jeder zwei von den (verdammt duennen!) Matratzen benutzen und die anderen vor die Fenster stellen, um morgens nicht ganz so frueh von der Sonne geweckt zu werden und uns nachts vor der Kaelte zu schuetzen. Hat beides super geklappt und so sind wir dann am vierten Tag die letzten 1.5 Stunden bis zum Wainui Parkplatz (der Endpunkt des Walks, wo wir nach einstuendiger Verspaetung gluecklicherweise doch noch von dem von uns bestellten Bus abgeholt wurden) auch bei Nieselregen ganz gemuetlich ablaufen.
Die zwei Tage in der Mitte hatten wir richtig, richtig gutes Wetter mit fett Sonnenschein und einer leichten Brise vom Meer her. Aber der Park… hach, der Park. Ich glaub, ich kann gar keine Worte finden, um zu beschreiben, wie herrlich es dort ist. Wenn es ein Paradies gibt, dann koennte es nicht schoener sein, ganz ehrlich. Die Straende sind goldgelb, das Wasser tuerkisblau und glasklar und die Vegetation reicht direkt bis zum Strand. Und man bedenke, es ist hier immer noch Ende Winter/Anfang Fruehling, aber wir sind jeden Tag im Spaghetti-Shirt rumspaziert und wenn das Wasser nicht so eisig gewesen waere, ich waere sofort reingesprungen.
Kein Wunder, dass der Park im Sommer total ueberlaufen ist, aber in der Zeit, die wir dort verbracht haben, war es angenehm ruhig. Gerade wenn man morgens um 8h loslaeuft (jawohl, hab ich jeden Tag getan, ganz freiwillig), trifft man waehrend den ersten Stunden in der Regel keine Menschenseele und das macht es nur noch umso faszinierender.
Ich hab einiges an Fotos gemacht und Natalie auch, aber ich hab das dumme Gefuehl, dass sie nicht mal annaehernd das widerspiegeln, was wir erlebt haben. Es ist echt so ein “wow”-Erlebnis, aber am laufenden Band.
Der restliche Trip bestand dann in erster Linie mal aus ausruhen und die Fuesse hochlegen in Takaka (waren dort ganze drei Tage und man kann dort wirklich nichts machen, erst recht nicht, wenn man kein Auto hat – damit waere die Frage dann auch fuer alle beantwortet: Ich habe immer noch kein Auto, aber ich bemuehe mich, das bis Weihnachten zu aendern).
Wir sind wirklich im schaebigsten, dreckigsten Backpacker Hostel untergekommen, das ich je gesehen habe, aber die Besitzer waren freundlich, die Betten gemuetlich und es gab Fruehstueck und Videos umsonst, also war das schon ganz annehmbar.
Die Hostel-Besitzerin musste dann zufaellig grad nach Blenheim und hat uns umsonst dorthin mitgenommen und wir sind dann von dort aus nach Picton weiter, weil wir eigentlich vorhatten, am Queen Charlotte Sound oder an den Marlborouh Sounds kajaken zu gehen. Ist dann aber wetterbedingt nichts draus geworden. Stattdessen haben wir noch einen ganz kleinen (2.5-Stunden) Walk gemacht und hatten dann im Endeffekt zumindest eine gute Aussicht auf die Sounds. Ausserdem haben wir dort eine Oesterreicherin wieder getroffen, die wir ein paar Tage vorher in Takaka im Hostel kennengelernt hatten und die gerade auf Weltreise ist und mit der sind wir dann abends noch im Irish Pub einen trinken gegangen.
Von Picton aus ging es weiter nach Kaikoura, wo wir dann eigentlich nochmal so einen kleinen Walk machen wollten, um uns eine Robbenkolonie und ein paar Wale anzugucken, aber es war so windig, dass wir nach 10 Minuten zum Hostel zurueckgekehrt sind. Das Hostel in Kaikoura hatte viel vom einem Puff, haben wir festgestellt. Der Besitzer sah sogar einwandfrei wie ein Zuhaelter aus. Ich wollte Natalie gerade darauf hinweisen, als er uns eroeffnete, dass er zufaellig auch Deutsch spricht, da seine Mutter Deutsche ist. Grossartig. Da denkt man, man kann gemuetlich ueber Leute herziehen, die direkt neben einem stehen, weil die einen eh nicht verstehen und dann sprechen die einfach deine Sprache. Unglaublich. Aber ich bin schon ganz froh, dass ich das mit dem Zuhaelter nicht gesagt habe.
Und die Betten in dem Hostel waren einfach nur traumhaft. Hab lange nicht mehr so gut geschlafen.
Naja, nach Kaikoura (wo ich mir btw eine ganz tolle Jacke gekauft habe ^^) sind wir dann nach Christchurch zurueckgekehrt und wie jede gute Reise, so endete auch diese mit einem Drink – im Dux. Wir sind eigentlich dorthin gegangen, weil wir mal wieder ein bisschen Live-Musik sehen wollten, aber es stellte sich dann heraus, dass die Ska-Band (!), die eigentlich spielen sollte, abgesagt hatte.
Gluecklichweise blieb uns aber nicht viel Zeit zum Truebsal blasen, da wir kurz darauf von zwei Typen zum Billard spielen eingeladen wurden. Es stellte sich heraus, dass die beiden mit einer groesseren Gruppe unterwegs waren, alles Amis, die z.Z. hier studieren - und ein Typ namens Simon aus Dunedin, den sie vorher schon irgendwo kennengelernt hatten. Das war der eine von den zweien, mit denen wir Billard gespielt haben. Der andere hiess Ned oder Nick oder so (ich dachte zuerst Ned, aber als die anderen mit ihm geredet haben, klang es mehr nach Nick… naja, ist ja auch egal) und kam aus Texas.
Wir sind dann spaeter noch mit denen in Mickey Finn’s Irish Pub weitergezogen, wo es dann doch noch die heissersehnte Live-Musik gab. Die Band, die gespielt hat, war richtig gut, haben jede Menge Rock gespielt von Green Day ueber Incubus bis Red Hot Chili Peppers und wir sind dann auch gut abgegangen. Haben den restlichen Abend saemtliche Drinks ausgegeben bekommen und mit den Amis Nummern ausgetauscht. Vielleicht seh ich die dann ja nochmal.
Natalie ist dann am Samstag wieder nach Timaru zurueck gefahren und ich habe heute dann wieder angefangen ein bisschen zu arbeiten. Die Maedchen sind zurueck und ab morgen ist wieder Schule. Aber das passt schon, man braucht ja auch mal was Abwechslung.
Fuer die, die bis hierhin durchgehalten haben: Meine Hochachtung. Ich habs etwas undetaillierter geschrieben, als ichs vielleicht haette machen koennen, aber ich wollte euch jetzt auch nicht den totalen Informations-Overkill antun, zumal das meiste davon wahrscheinlich gar nicht so besonders interessant fuer euch waere. Aber ihr duerft natuerlich gerne Fragen stellen und dann erzaehl ich vielleicht noch was mehr ;).
Als Belohnung fuer die mentale Staerke empfehle ich euch an diese Stelle das Buch “Morgen war Krieg” von John Marsden. Hab ich in den Ferien gelesen und es war verdammt gut. Ist auch nicht sehr dick und auch nicht besonders schwierig geschrieben (ich habs auf Englisch gelesen und brauchte kein Woerterbuch, also geht das schon) und ja, ich fands super.
Zum Abschied noch die Quizfrage des Tages fuer die ganz Schlauen unter euch: Welche Farbe hat die “Blackbox” im Flugzeug normalerweise?
Nicht pfuschen ;).
So, I’m outta here. Cheers!
P.S.: Fotos wie versprochen demnaechst (ich tu mein Bestes!)
Wie dem auch sei: Stellt euch schon mal drauf ein, dass das hier was laenger dauert. Holt euch ein Snickers oder nehmt den Laptop mit aufs Klo oder in die Kueche oder ins Bett oder...
Zu einem guten Urlaub gehoert im Allgemeinen nicht viel.
Man braucht mindestens zwei Leute, wenn man nicht gerade hyper-kontaktfreudig oder ein absoluter Misanthrop ist, ein bisschen Geld (muss nicht unbedingt viel sein), moeglichst gutes Wetter und gute Laune. Reicht eigentlich. Bisschen Essen ab und an ist natuerlich auch ne gute Sache, aber man kann durchaus zwei Wochen lang nur von Instant Nudeln leben (was ja bereits hinreichend von mir getestet und bewiesen wurde).
Ansonsten bin ich ja ein grosser Fan davon, einfach irgendwo hinzufahren und zu sehen, was der Tag so bringt. Das ein oder andere vorher zu planen schadet dabei natuerlich nicht, man muss sich ja schon irgendwo informieren, was einem so an Beschaeftigung zur Auswahl steht, aber ich finde es sinnlos, jede Uebernachtung im Voraus zu buchen und sich damit komplett unflexibel zu machen.
Das Abenteuer Abel Tasman startete deswegen wohl auch etwas langsamer und gewohnt chaotisch, aber irgendwie haben Natalie und ich (eigentlich eher Natalie) es dann doch geschafft, ein paar Huetten im Nationalpark vorab zu buchen (muss man machen, wenn man den ganzen Walk macht und im Park uebernachtet). Auch ein halbwegs preiswerter Bus nach Nelson war relativ schnell gefunden (55$ glaube ich, die Busse sind hier teurer als in Irland, dafuer kann man aber fuer 20$ die Nacht in den Backpacker Unterkuenften schlafen) und so machten wir uns am Dienstag, den 26. September, viel zu frueh morgens, auf ins Ungewisse.
Nach einer Uebernachtung in Nelson (im wundervollen Tasman Bay Backpackers) ging es am naechsten Morgen weiter nach Marahua, unserem Startpunkt fuer den Coastal Track.
Und was fuer ein Track! Wir waren insgesamt vier Tage unterwegs und haben drei Naechte in verschiedenen Huetten im Nationalpark verbracht. Nicht gerade komfortabel, muss ich sagen. Aber niemand hat gesagt, dass es leicht sein wuerde.
Der Track ging ueber Anchorage Bay (ca. 3-4 Stunden Laufzeit am ersten Tag und Uebernachtung in der Anchorage Hut), Bark Bay (2.5 Stunden von Anchorage, dort gibt es auch eine Huette, aber die hatten wir nicht gebucht), Awaroa (8 Stunden Laufzeit am zweiten Tag; gluecklicherweise gibt es 20 Minuten vor der Awaroa Hut eine Lodge fuer die etwas betuchteren Wanderer, wo wir uns erstmal ein wohlverdientes kuehles Bier gegoennt haben... ich hatte noch nie ein Bier, was sooo gut geschmeckt hat <3), diverse kleinere Straende und schliesslich nach Whariwharangi (offiziell 4.5-5 Stunden Laufzeit ab Awaroa - wir haben 7 gebraucht und die letzte Stunde war wirklich toedlich!), wo wir unsere letzte Nacht ganz alleine in einer Huette verbrachten. Naja, nicht ganz alleine, da es anscheinend Maeuse gab und Natalie mich um 5h morgens aufgeweckt hat, um mir mitzuteilen, dass eben jene Maeuse gerade dabei waren, unser Gepaeck anzuknabbern… aber da machste nichts, also hab ich gleich mal friedlich weiter gepennt und am naechsten Morgen konnten wir dann auch keinen Schaden an den Rucksaecken feststellen. Dafuer waren die Kruemel, die uns beim Essen auf den Boden gefallen waren, samt und sonders verschwunden.
Aber es hatte auch Vorteile, die Huette fuer uns zu haben. So konnten wir jeder zwei von den (verdammt duennen!) Matratzen benutzen und die anderen vor die Fenster stellen, um morgens nicht ganz so frueh von der Sonne geweckt zu werden und uns nachts vor der Kaelte zu schuetzen. Hat beides super geklappt und so sind wir dann am vierten Tag die letzten 1.5 Stunden bis zum Wainui Parkplatz (der Endpunkt des Walks, wo wir nach einstuendiger Verspaetung gluecklicherweise doch noch von dem von uns bestellten Bus abgeholt wurden) auch bei Nieselregen ganz gemuetlich ablaufen.
Die zwei Tage in der Mitte hatten wir richtig, richtig gutes Wetter mit fett Sonnenschein und einer leichten Brise vom Meer her. Aber der Park… hach, der Park. Ich glaub, ich kann gar keine Worte finden, um zu beschreiben, wie herrlich es dort ist. Wenn es ein Paradies gibt, dann koennte es nicht schoener sein, ganz ehrlich. Die Straende sind goldgelb, das Wasser tuerkisblau und glasklar und die Vegetation reicht direkt bis zum Strand. Und man bedenke, es ist hier immer noch Ende Winter/Anfang Fruehling, aber wir sind jeden Tag im Spaghetti-Shirt rumspaziert und wenn das Wasser nicht so eisig gewesen waere, ich waere sofort reingesprungen.
Kein Wunder, dass der Park im Sommer total ueberlaufen ist, aber in der Zeit, die wir dort verbracht haben, war es angenehm ruhig. Gerade wenn man morgens um 8h loslaeuft (jawohl, hab ich jeden Tag getan, ganz freiwillig), trifft man waehrend den ersten Stunden in der Regel keine Menschenseele und das macht es nur noch umso faszinierender.
Ich hab einiges an Fotos gemacht und Natalie auch, aber ich hab das dumme Gefuehl, dass sie nicht mal annaehernd das widerspiegeln, was wir erlebt haben. Es ist echt so ein “wow”-Erlebnis, aber am laufenden Band.
Der restliche Trip bestand dann in erster Linie mal aus ausruhen und die Fuesse hochlegen in Takaka (waren dort ganze drei Tage und man kann dort wirklich nichts machen, erst recht nicht, wenn man kein Auto hat – damit waere die Frage dann auch fuer alle beantwortet: Ich habe immer noch kein Auto, aber ich bemuehe mich, das bis Weihnachten zu aendern).
Wir sind wirklich im schaebigsten, dreckigsten Backpacker Hostel untergekommen, das ich je gesehen habe, aber die Besitzer waren freundlich, die Betten gemuetlich und es gab Fruehstueck und Videos umsonst, also war das schon ganz annehmbar.
Die Hostel-Besitzerin musste dann zufaellig grad nach Blenheim und hat uns umsonst dorthin mitgenommen und wir sind dann von dort aus nach Picton weiter, weil wir eigentlich vorhatten, am Queen Charlotte Sound oder an den Marlborouh Sounds kajaken zu gehen. Ist dann aber wetterbedingt nichts draus geworden. Stattdessen haben wir noch einen ganz kleinen (2.5-Stunden) Walk gemacht und hatten dann im Endeffekt zumindest eine gute Aussicht auf die Sounds. Ausserdem haben wir dort eine Oesterreicherin wieder getroffen, die wir ein paar Tage vorher in Takaka im Hostel kennengelernt hatten und die gerade auf Weltreise ist und mit der sind wir dann abends noch im Irish Pub einen trinken gegangen.
Von Picton aus ging es weiter nach Kaikoura, wo wir dann eigentlich nochmal so einen kleinen Walk machen wollten, um uns eine Robbenkolonie und ein paar Wale anzugucken, aber es war so windig, dass wir nach 10 Minuten zum Hostel zurueckgekehrt sind. Das Hostel in Kaikoura hatte viel vom einem Puff, haben wir festgestellt. Der Besitzer sah sogar einwandfrei wie ein Zuhaelter aus. Ich wollte Natalie gerade darauf hinweisen, als er uns eroeffnete, dass er zufaellig auch Deutsch spricht, da seine Mutter Deutsche ist. Grossartig. Da denkt man, man kann gemuetlich ueber Leute herziehen, die direkt neben einem stehen, weil die einen eh nicht verstehen und dann sprechen die einfach deine Sprache. Unglaublich. Aber ich bin schon ganz froh, dass ich das mit dem Zuhaelter nicht gesagt habe.
Und die Betten in dem Hostel waren einfach nur traumhaft. Hab lange nicht mehr so gut geschlafen.
Naja, nach Kaikoura (wo ich mir btw eine ganz tolle Jacke gekauft habe ^^) sind wir dann nach Christchurch zurueckgekehrt und wie jede gute Reise, so endete auch diese mit einem Drink – im Dux. Wir sind eigentlich dorthin gegangen, weil wir mal wieder ein bisschen Live-Musik sehen wollten, aber es stellte sich dann heraus, dass die Ska-Band (!), die eigentlich spielen sollte, abgesagt hatte.
Gluecklichweise blieb uns aber nicht viel Zeit zum Truebsal blasen, da wir kurz darauf von zwei Typen zum Billard spielen eingeladen wurden. Es stellte sich heraus, dass die beiden mit einer groesseren Gruppe unterwegs waren, alles Amis, die z.Z. hier studieren - und ein Typ namens Simon aus Dunedin, den sie vorher schon irgendwo kennengelernt hatten. Das war der eine von den zweien, mit denen wir Billard gespielt haben. Der andere hiess Ned oder Nick oder so (ich dachte zuerst Ned, aber als die anderen mit ihm geredet haben, klang es mehr nach Nick… naja, ist ja auch egal) und kam aus Texas.
Wir sind dann spaeter noch mit denen in Mickey Finn’s Irish Pub weitergezogen, wo es dann doch noch die heissersehnte Live-Musik gab. Die Band, die gespielt hat, war richtig gut, haben jede Menge Rock gespielt von Green Day ueber Incubus bis Red Hot Chili Peppers und wir sind dann auch gut abgegangen. Haben den restlichen Abend saemtliche Drinks ausgegeben bekommen und mit den Amis Nummern ausgetauscht. Vielleicht seh ich die dann ja nochmal.
Natalie ist dann am Samstag wieder nach Timaru zurueck gefahren und ich habe heute dann wieder angefangen ein bisschen zu arbeiten. Die Maedchen sind zurueck und ab morgen ist wieder Schule. Aber das passt schon, man braucht ja auch mal was Abwechslung.
Fuer die, die bis hierhin durchgehalten haben: Meine Hochachtung. Ich habs etwas undetaillierter geschrieben, als ichs vielleicht haette machen koennen, aber ich wollte euch jetzt auch nicht den totalen Informations-Overkill antun, zumal das meiste davon wahrscheinlich gar nicht so besonders interessant fuer euch waere. Aber ihr duerft natuerlich gerne Fragen stellen und dann erzaehl ich vielleicht noch was mehr ;).
Als Belohnung fuer die mentale Staerke empfehle ich euch an diese Stelle das Buch “Morgen war Krieg” von John Marsden. Hab ich in den Ferien gelesen und es war verdammt gut. Ist auch nicht sehr dick und auch nicht besonders schwierig geschrieben (ich habs auf Englisch gelesen und brauchte kein Woerterbuch, also geht das schon) und ja, ich fands super.
Zum Abschied noch die Quizfrage des Tages fuer die ganz Schlauen unter euch: Welche Farbe hat die “Blackbox” im Flugzeug normalerweise?
Nicht pfuschen ;).
So, I’m outta here. Cheers!
P.S.: Fotos wie versprochen demnaechst (ich tu mein Bestes!)
purpleeye - 8. Okt, 10:13
Vicky (Gast) - 9. Okt, 19:56
Höähh???
Okay, kein sehr intelligenter Anfang ... Naja, whatever. Was ich eigentlich sagen wollte: Kann mich unserer lieben Anni nur anschließen (in allen Punkten), und habe folgendes hinzuzufügen:
WO IST UNSERE BÖSE, MISANTHROPISCHE SCHEISS-DOCH-DRAUF-KATJA GEBLIEBEN?????
Also, ich meine, das soll jetzt eher liebevoll rüberkommen (gaanz mieser Versuch!), weil ich mag diese ganzen Sachen ja an dir, die machen dich besonders. Ich wundere mich nur, weil, also, wow, also, Telefonnummern tauschen? Mit Amerikanern???? Und diese ganze Poesie, die du hier verfasst ... Also, dir scheint es ja richtig gut zu gehen. Ich könnte mir vorstellen, dass dich das alles da unten sehr prägt und dass du sehr verändert bist, wenn du nach Hause kommst. Auch das ist nicht negativ gemeint - im Gegenteil, ich freu mich sehr für dich! Ich bin derartige Verzückung nur nicht richtig gewöhnt von dir, das ist alles.
Naja, ich kann mich im Moment irgendwie nicht artikulieren, aber ich hoffe, du verstehst auch so einigermaßen, was ich sagen will.
Hab gaaanz viel Spaß und keep in touch!!!
Love, Vicky
WO IST UNSERE BÖSE, MISANTHROPISCHE SCHEISS-DOCH-DRAUF-KATJA GEBLIEBEN?????
Also, ich meine, das soll jetzt eher liebevoll rüberkommen (gaanz mieser Versuch!), weil ich mag diese ganzen Sachen ja an dir, die machen dich besonders. Ich wundere mich nur, weil, also, wow, also, Telefonnummern tauschen? Mit Amerikanern???? Und diese ganze Poesie, die du hier verfasst ... Also, dir scheint es ja richtig gut zu gehen. Ich könnte mir vorstellen, dass dich das alles da unten sehr prägt und dass du sehr verändert bist, wenn du nach Hause kommst. Auch das ist nicht negativ gemeint - im Gegenteil, ich freu mich sehr für dich! Ich bin derartige Verzückung nur nicht richtig gewöhnt von dir, das ist alles.
Naja, ich kann mich im Moment irgendwie nicht artikulieren, aber ich hoffe, du verstehst auch so einigermaßen, was ich sagen will.
Hab gaaanz viel Spaß und keep in touch!!!
Love, Vicky
purpleeye - 12. Okt, 04:03
Ich hab grad n leichten Kicheranfall, weil ich echt noch nie so ein liebenswertes Kompliment gehoert habe wie "Deine Boshaftigkeit und Misanthropie macht dich wirklich einzigartig". Da verschlaegts einem doch glatt die Sprache vor Ruehrung (klingt jetzt wieder mehr nach mir, oder ;)?).
Nee, aber mal ganz im Ernst, ich frage mich so langsam, ob ihr wirklich alle so ein dermassen falsches Bild von mir habt und ob ich womoeglich auf alle Leute so wirke. Ich hoff ja mal nicht, weil ich bin doch gar nicht so ;)...
Naja, weiss ja wies gemeint war, passt also schon und ich bin jetzt auch eh zu faul, mich hier grossartig zu rechtfertigen.
Im Endeffekt kann man bei mir halt mal davon ausgehen, dass ich ehrlich sage, was ich denke. Und da ich den Urlaub und speziell den Abel Tasman echt toll fand, sag ich das halt auch so. Da gibts dann eben nix rumzukritteln. Pech fuer euch ;).
Allerdings darf man jetzt auch nicht denken, dass ich da den ganzen Tag mit vor Begeisterung aufgerissenem Mund durch den Park gelaufen bin und bei jedem Strand nen Heulkramf bekommen hab, weils so romantisch war. So ist das ja nun auch nicht. Nur, wenn ich jetzt einfach geschrieben haette "Es war schoen." haettet ihrs euch vermutlich nicht so wirklich vorstellen koennen und solang ich keine Bilder davon habe, musste ich halt irgendwie anders dafuer sorgen, dass jeder da draussen nachvollziehn kann, wies mir ergangen ist.
Jaja, so ist das. Und in China ist grad ein Reissack umgefallen. (Disclaimer: Das mit China hatte jetzt ausnahmsweise mal keinen Bezug zur Jojo)
Nee, aber mal ganz im Ernst, ich frage mich so langsam, ob ihr wirklich alle so ein dermassen falsches Bild von mir habt und ob ich womoeglich auf alle Leute so wirke. Ich hoff ja mal nicht, weil ich bin doch gar nicht so ;)...
Naja, weiss ja wies gemeint war, passt also schon und ich bin jetzt auch eh zu faul, mich hier grossartig zu rechtfertigen.
Im Endeffekt kann man bei mir halt mal davon ausgehen, dass ich ehrlich sage, was ich denke. Und da ich den Urlaub und speziell den Abel Tasman echt toll fand, sag ich das halt auch so. Da gibts dann eben nix rumzukritteln. Pech fuer euch ;).
Allerdings darf man jetzt auch nicht denken, dass ich da den ganzen Tag mit vor Begeisterung aufgerissenem Mund durch den Park gelaufen bin und bei jedem Strand nen Heulkramf bekommen hab, weils so romantisch war. So ist das ja nun auch nicht. Nur, wenn ich jetzt einfach geschrieben haette "Es war schoen." haettet ihrs euch vermutlich nicht so wirklich vorstellen koennen und solang ich keine Bilder davon habe, musste ich halt irgendwie anders dafuer sorgen, dass jeder da draussen nachvollziehn kann, wies mir ergangen ist.
Jaja, so ist das. Und in China ist grad ein Reissack umgefallen. (Disclaimer: Das mit China hatte jetzt ausnahmsweise mal keinen Bezug zur Jojo)
Norachen (Gast) - 10. Okt, 18:46
Sweeet Duuude!
Boah altaaaaaaa, was ne geile Sache, ich möcht mit Ashley gaanz bald zu dir kommen und mit dir auch so lustige Dinge unternehmen! Besonders toll find ich ja, dass die Strände so derartig schön sind und derartig genauso formschön sind wie auf diesen ganzen sogenannten Urlaubsfotographien. Oh Graus, mich dünket Madame Victoria hat mich mit ihrem derart unnachahmlich detaillierten und facettenreichen Schreibstil infiziert! :P
Sry, ich konnt nicht widerstehen ;) Aber wenn man Vickys Einträge liest muss man gar nicht erst den namen lesen, das ist ja auch was feines!
Wann hast du denn deine nächsten nach den nächsten Ferien? Also du meintest ja, am 07. fangen die nächsten an. Das wird wohl etwas knapp für uns, weil wir (denke ich mal) erst die Nordinsel/ Auckland erkunden und vor allem: arbeiten, arbeiten, arbeiten! :) Wie lang sind die Ferien überhaupt?
Ach naja, es hat ja alles noch Zeit. Übrigens klangst du bei Skype wie die gewohnte Katjaaaaa, ich mach mir keine Sorgen um dich und zu bösartige Veränderungen. Ich meine, du wirst wohl kaum auf einmal nur noch in romantischen Versen vor dich hin tirilieren ;D (ODER???!)
Hat eigentlich ga rnicht soo lang gedauert dein Text, wahrscheinlich weil's so spannend war :)
Guuut, neuseeländisches Bier taugt was.. bin ich erleichtert ;)
Wir sehen/hören uns in Skype!
Sry, ich konnt nicht widerstehen ;) Aber wenn man Vickys Einträge liest muss man gar nicht erst den namen lesen, das ist ja auch was feines!
Wann hast du denn deine nächsten nach den nächsten Ferien? Also du meintest ja, am 07. fangen die nächsten an. Das wird wohl etwas knapp für uns, weil wir (denke ich mal) erst die Nordinsel/ Auckland erkunden und vor allem: arbeiten, arbeiten, arbeiten! :) Wie lang sind die Ferien überhaupt?
Ach naja, es hat ja alles noch Zeit. Übrigens klangst du bei Skype wie die gewohnte Katjaaaaa, ich mach mir keine Sorgen um dich und zu bösartige Veränderungen. Ich meine, du wirst wohl kaum auf einmal nur noch in romantischen Versen vor dich hin tirilieren ;D (ODER???!)
Hat eigentlich ga rnicht soo lang gedauert dein Text, wahrscheinlich weil's so spannend war :)
Guuut, neuseeländisches Bier taugt was.. bin ich erleichtert ;)
Wir sehen/hören uns in Skype!
purpleeye - 12. Okt, 04:11
Och naja, also die Weihnachtsferien sind ja ziemlich lang. Die gehn vom - lass mich nachschaun - joah, 7. Dezember oder so bis Ende Januar. Also fast zwei Monate.
Eine von den anderen deutschen GAPpern hier (Sabrina) will vielleicht mit nem Haufen anderer Leute (also die anderen deutschen GAPper) und Natalie und mir nen Van mieten, sodass wir auf der Nord- und Suedinsel rumcruisen koennen.
Ihr kommt natuerlich zu nem ziemlich bloeden Zeitpunkt, weil ihr im Grunde den ganzen Sommer verpasst, wenn ihr da arbeiten muesst.
Aber ich bin sicher, zumindest an Weihnachten und Neujahr werden wir uns sehen. Weil ihr seid ja dann so das naechste zu ner Familie, was ich hier habe. Wie ruehrend ^^...
Die naechsten Ferien sind dann vom 6.-29. April, aber da wollte ich entweder nach Australien oder Fiji oder eventuell auch auf die Cook Islands (eigentlich will ich ueberall hin, aber das liebe Geld spielt da sicher wieder nicht mit...).
Mmhja, aber mal schaun... vielleicht kommt ihr dann einfach mit dahin ;)?
Das mit dem Bier... also das Bier ist hier echt trinkbar, aber ich meinte da oben eigentlich eher, dass es so gut geschmeckt hat, weil wir uns vorher komplett verausgabt hatten und es einfach gut getan hat, so ein eisgekuehltes Bier vor sich stehen zu haben (meins war eigentlich ein Radler, aber egal...).
Eine von den anderen deutschen GAPpern hier (Sabrina) will vielleicht mit nem Haufen anderer Leute (also die anderen deutschen GAPper) und Natalie und mir nen Van mieten, sodass wir auf der Nord- und Suedinsel rumcruisen koennen.
Ihr kommt natuerlich zu nem ziemlich bloeden Zeitpunkt, weil ihr im Grunde den ganzen Sommer verpasst, wenn ihr da arbeiten muesst.
Aber ich bin sicher, zumindest an Weihnachten und Neujahr werden wir uns sehen. Weil ihr seid ja dann so das naechste zu ner Familie, was ich hier habe. Wie ruehrend ^^...
Die naechsten Ferien sind dann vom 6.-29. April, aber da wollte ich entweder nach Australien oder Fiji oder eventuell auch auf die Cook Islands (eigentlich will ich ueberall hin, aber das liebe Geld spielt da sicher wieder nicht mit...).
Mmhja, aber mal schaun... vielleicht kommt ihr dann einfach mit dahin ;)?
Das mit dem Bier... also das Bier ist hier echt trinkbar, aber ich meinte da oben eigentlich eher, dass es so gut geschmeckt hat, weil wir uns vorher komplett verausgabt hatten und es einfach gut getan hat, so ein eisgekuehltes Bier vor sich stehen zu haben (meins war eigentlich ein Radler, aber egal...).

Mehr kann man dazu eigentlich nich sagen. Es freut mich sehr für dich, dass du so viel erlebt hast und fandes keineswegs überfordernd (gibt es das Wort?) das alles zu lesen, weil ich es doch recht cool fand, sich vorzustellen, wie du da so durch die halbe Weltgeschichte tigerst :-)
Werd das ganze jetzt erstma verinnerlichen, was du so schriebest, denn mir fällt sonst nicht ein, was ich dazu sagen sollte. Außer dass ich mich frage, wie die Maus Krümel auf dem Boden finden konnte, wenn ihr nur Instant-Nudeln gegessen habt. Kleine Lücke im Systen ;-) Da kannste ma gucken, wie aufmerksam ich das gelesen hab :-)
So, und da es heute so ein herrlich sonniger HErbsttag ist, werde ich es dr jetzt gleichtun und etwas spazieren gehen (wohl keine 7 Stunden, aber immerhin ein anfang :-) )
Wünsch dir schomma wieder einen schönen Start in den morgigen Tag und ich meld michnatürlich wieder.
Gaaaaaaanz viele Grüße und hugs!!!!
Die Annikaaaa
Es mag in diesem Kontext ein irrefuehrender Begriff sein, aber mir fiel leider kein passenderer (?) ein.
Instant Nudeln sind in ungarem Zustand ein kleiner Haufen und wenn man den so im Rucksack mit sich rumtraegt, zerbroeselt er auch schon mal gern. Ja und wenn man dann die Packung aufreisst (die Teile, sollte ich vielleicht so nebenbei anmerken, sind hier nicht wie die 5-Minuten-Terrine im Plastikbecher - gibts auch, aber den Luxus konnten wir uns nicht leisten-, sondern einfach in so Mini-Tueten und die Gewuerzmischung ist dann nochmal extra abgepackt), dann fallen diese Broesel/Kruemel/whatever halt ab und an mal runter. Und wir warn dann zu faul, die wegzumachen bzw. wir dachten uns, wenn die Maus die Kruemel findet, dann ist sie vielleicht fuers erste befriedigt und laesst uns in Ruhe schlafen. Naja, da lagen wir offensichtlich falsch.
Jopp, so war das.
Ich warte immer noch gespannt auf eine genauere Aufklaerung ueber deine neue Betaetigung als Spieletester ;)...